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JuCe

Doppel-As

  • »JuCe« wurde gesperrt

Beiträge: 146

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2009

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1

Mittwoch, 24. März 2010, 21:19

Blutadler realistisch?

Moinsen, ich wollt mal fragen ob ihr das "Ritual" des Blutadlers für realistisch haltet oder nicht. Zu Erklärung: der Blutadler ist eine Hinrichtungform , bei der dem Opfer der Rücken aufgeschlitzt wird, die Rippen nach aussen gebogen werden, sodass sie wie die Schwingen eines Adlers aus sehn (daher der Name ;-) ), und schlussendlich wird die Lunge des Opfers herausgerissen. Laut "Legende" wurde diese Hinrichtungsart vorallem in unserer Umgebung und in Skandinavien ausgeführt. Also was meint ihr realistisch oder nicht?

Hundekuche

Der Mitleser

  • »Hundekuche« ist männlich

Beiträge: 5

Registrierungsdatum: 12. Februar 2010

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Religion: Germanisches Heidentum

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2

Mittwoch, 24. März 2010, 21:44

Mhhh das klingt ziemlich brutal aber auch fazinierend...
Ich habe auf jeden fall noch nichts davon gehört.
Hast du irgendwelche Quellen?

Einsamer Wolf

Doppel-As

  • »Einsamer Wolf« ist männlich

Beiträge: 105

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3

Mittwoch, 24. März 2010, 22:03

Ja von Varg das Lied Blutaar :D
Aber ich halte das eher für nicht so glaubwürdig...

Dieanni

Grünschnabel

  • »Dieanni« ist weiblich

Beiträge: 8

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4

Mittwoch, 24. März 2010, 22:07

Ich bin mir sicher das ich das schon einmal in der Edda gelesen habe, ich werde mal nachschauen, unter welchem Kapitel des steht.

Ancarus

Kaiser

  • »Ancarus« ist männlich

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5

Mittwoch, 24. März 2010, 22:27

Für mich klingt das einfach nur äußerst brutal. Wobei ich mir vorstelle, das dass Opfer relativ schnell ausgeblutet sein müsste und somit nicht viel von dieser brutalen Hinrichtungsart mitbekommt. Ich denke daher eher unrealistisch.

PS: Ich habe auch noch nie von dieser Art der Hinrichtung gelesen.

Grüße
Ancarus
Tradition muss bedeuten, das Feuer weiter zugeben und nicht die Asche.

HawKy

Vögelchen

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Beiträge: 194

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6

Mittwoch, 24. März 2010, 23:30

Hier ist das ganze z.B. auch in der Edda zu finden unter dem Namen Blutaar:

Zu finden im Sigurdharkvida Fafnisbana onnur


Zitat

Sigurd hielt eine große Schlacht mit Lyngwi, Hundings Sohn, und dessen Brüdern. Da fiel Lyngwi und die Brüder. Nach dem Kampf sprach Regin: 26. Nun ist der Blutaar mit beißendem Schwert In den Rücken geschnitten Sigmunds Mörder. Kein Größerer je hat den Grund getötet Aller fürstlichen Erben, und die Raben erfreut. Sigurd fuhr heim zu Hialprek. Da reizte Regin den Sigurd, daß er Fafnir töte.


lg Fabi

Bommel

Routinier

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7

Donnerstag, 25. März 2010, 08:34

Moin,

ich könnt mir zwar vorstellen, dass die Blutaar praktiziert wurde, aber das ganze is doch ziemlich zeitaufwendig und eine Riesensauerei. Daher vermute ich mal, dass sie nicht allzu häufig zum Einsatz kam. Ich hab mal gelesen (ich muss aber noch mal gucken wo), dass die Blutaar [??? ausschließlich ???] als Strafe für Vatermord verhängt wurde.
Ich vemute mal, das war so: Jeder sprach darüber, aber nur die wenigsten haben es getan.

LG Bommel

PS: So schnell verblutet man bei dem Spaß aber auch nicht. Meines Wissens nach wurden die Rippen nicht verbogen sondern abgetrennt und dann einfach nach aussen gerichtet wieder zurüchgesteckt. Dafür muss die Wunde / Schnitt nicht allzu groß sein und trotzdem kann man noch mit der Hand die Lunge herausziehen.
Ich könnt mir vorstellen, dass jemand der Übung hätte, das Ganze so fix hätte machen können, dass das Opfer den letzten Teil auch noch miterlebt. Außerdem könnte man das Opfer vorher in eine extreme Stresssituation gebracht haben (Adrenalinkick), was ja zur Folge gehabt hätte, dass der Körper nicht allzu schnell die Hufe gehoben hätte.
Nur sone Idee von mir...

  • »Nadel und Faden« ist weiblich

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8

Donnerstag, 25. März 2010, 08:50

Nur mal so ein Gedanke am Rande: die alten Überlieferung enthalten historische Anklänge und ebenso uralte MYTHEN. Sauber trennen lässt sich das im einzelnen nicht mehr. Aber es lohnt fast immer, wenn man einzelne Elemente nur für sich nimmt und darüber nachdenkt, welche uralte mythische Vorstellung dahintersteht.

Sei es, daß im Erzählfluß Mythen und reale Berichte zusammenflossen, sei es, daß die Menschen in ihren Handlungen bewusst und unbewußt Mythen nachvollzogen haben. Mir wäre die Frage viel wichtiger, was eigentlich im letzten dahintersteht als die Frage, ob die Kämpfer sich auch als versierte Schlachter betätigt haben.

Hierzu habe ich keine Idee, ist nur so ein Hinweis, in welche Richtung man auch denken kann.
Es gibt nichts Totes auf der Welt, hat alles sein Verstand, es lebt das öde Felsenriff, es lebt der dürre Sand.
Laß deine Augen offen sein, geschlossen deinen Mund, und wandle still, so werden dir geheime Dinge kund.
Da weißt du, was der Rabe ruft und was die Eule singt, aus jedes Wesens Stimme dir ein lieber Gruß erklingt. (Hermann Löns)

Ancarus

Kaiser

  • »Ancarus« ist männlich

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9

Donnerstag, 25. März 2010, 12:36

Wieder was gelernt, die Eddastelle war mir garnicht im Gedächnis.


Zitat

PS: So schnell verblutet man bei dem Spaß aber auch nicht. Meines Wissens nach wurden die Rippen nicht verbogen sondern abgetrennt und dann einfach nach aussen gerichtet wieder zurüchgesteckt. Dafür muss die Wunde / Schnitt nicht allzu groß sein und trotzdem kann man noch mit der Hand die Lunge herausziehen. Ich könnt mir vorstellen, dass jemand der Übung hätte, das Ganze so fix hätte machen können, dass das Opfer den letzten Teil auch

Da fällt mir wohl die praktische Erfahrung :D
Es ist auf jeden fall eine äußerst brutale art, jemanden zu töten.


Grüße
Ancarus
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Asgards-Sohn

Krawallbruder

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10

Donnerstag, 25. März 2010, 13:14

Also wenn ich mal überlege wie leicht sich heute die Ärzte tun Knochen zu durchtrennen, mit ihren maschinellen Knochensägen :D. Naja da denke ich jetzt nicht das es bei 12 Rippenpaaren schnell ging die, mit einem noch so scharfen Schwert, von der Wirbelsäule zu trennen. Dahinten laufen etliche Nerven und Aderstränge zusammen und da wird der größte Adrenalinkick nichts helfen um den Probanten so lange am Leben zu halten. Der Blutverlust wäre einfach zu groß. Ich denke eher das es eine abschreckende Wirkung gehabt hat. Ich denke es wurde für solche Zwecke an Toten vorgenommen und nicht als Bestrafung an Lebenden.
Am Anfang gab es die Menschen und die Natur.
Dann kamen Männer, trugen Kreuze und trieben die Heiden an den Rand der Welt.
Walhalla Rising

Wolfbald

Haudegen

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11

Donnerstag, 25. März 2010, 16:42

hm, dazu gibt es schon ein Thema im Forum: "Der Blutaar"

  • »Nadel und Faden« ist weiblich

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12

Donnerstag, 25. März 2010, 17:28

Die Auskunft hier von kräftigen Männern und kampferfahrenen ergibt also, daß es relativ unwahrscheinlich war, daß es so wie geschildert auch getan wurde. Was dann?

Manchmal kommt es ja bei alten Überlieferungen vor, daß ein Wort nicht verstanden wird und so Umdeutungen und Missverständnisse entstehen.

Ich sehe zwei Elemente ohne deren Bedeutung ermessen zu können. Einerseits müsste man das Opfer für diese Tat von hinten anfallen oder den gestürzten Kämpfer so misshandeln. Solange Mann gegen Mann gekämpft wird, kann das nicht vollzogen werden.

Von hinten angreifen oder dem Gefallenen nachtreten gilt nicht als sonderlich ehrbar. Wenn es dann heißt, es wäre eine Strafe für Vatermörder gewesen, dann wäre es als symbolische Handlung nachvollziehbar, dem Ehrlosen gebührt eine ehrlose Behandlung. Führt die Überlegung weiter?

Oder es ist der Aar, mehr nicht, nur der wurde wortwörtlich verstanden. Der Adler als edles Tier. Vertreter für Wotan? Als strafausführendes Wesen? Gerichtsadler?

Oder gibt es ein anderes Wort, daß vielleicht mit Aar verwechselt wurde, ähnlicher Klang andre Bedeutung?
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Adept der Wurzeln

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13

Donnerstag, 25. März 2010, 19:32

Mhhh, verdammt viel Aufwand. Und der zu tötende würde denke ich auch schnell sterben, oder in ohnmacht fallen. Da kann man jemanden auf andere weisen länger töten/ mehr Schmerz bereiten. Oder auch leichter hinrichten, wie z. B im Moor versenken oder erhängen.

AdW
Glück ab!

Asgards-Sohn

Krawallbruder

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14

Donnerstag, 25. März 2010, 21:37

Das sagt Wikipedia dazu:


Zitat

Der Blutaar oder Blutadler (altnord. blóðörn) war eine mutmaßliche Form der Hinrichtung bei den Wikingern. Dem Opfer wurde dabei der Rücken aufgeschnitten, die Rippen beidseitig von der Wirbelsäule getrennt und – wie Adlerschwingen – zur Seite geklappt. Schließlich wurden noch die Lungen herausgezogen. Der Blutaar ist in verschiedenen Sagas, Skaldengedichten und Eddaliedern als Rache an Feinden gut belegt. So zum Beispiel in der Orkneyinga saga oder der Reginsmál. Die Ragnar’s Saga berichtet von der Rache, die die Söhne des dänischen Königs Ragnar Lodbrok, Ivar der Knochenlose, Halfdan und Ubbi (auch Hubba genannt) im Jahr 868 an König Aella von Northumbria als seinem vermeintlichen Mörder nahmen. Im Jahr 869 besiegte Ivar mit einem Teil des Wikingerheeres König Edmund von Ost-Anglia, nahm ihn gefangen und ließ ihn ebenso wie Aella zuvor durch die Blutadler-Folter grausamst hinrichten, obwohl der König bereits von mehreren Pfeilen durchbohrt worden war.[1][2] Der Hintergrund des Rituals ist jedoch ebenso umstritten wie die Frage, ob es tatsächlich ausgeübt worden ist oder ob es vielleicht auch nur eine besonders grausam wirkende literarische Ausschmückung zur Unterhaltung der Zuhörer war. So zumindest argumentiert die Skandinavistin Roberta Frank.[3] Andere Interpretationen sehen im Blutaar die Weiterentwicklung eines ursprünglichen Menschenopfers an den Gott Odin oder aber eine spezielle Racheform, die Söhne am Mörder ihres Vaters vollzogen. Der Blutadler wurde traditionell auch benutzt, um das schlimme Verbrechen des Vatermordes zu bestrafen. Hier sprechen die Quellen von der Bestrafung 'einen Adler zu schnitzen'. „Wie Frank jedoch überzeugend dargelegt hat, beruht das Motiv ‚Ritzen des Blutadlers‘ – zumindest im Falle von Ella – auf dem Missverständnis einer Strophe aus Sigvatrs Knútsdrápa (11. Jh.), in der es von der Tötung Ellas heißt: ‚Und Ívarr, der in York saß, ließ Ellas Rücken von einem Adler geschnitten werden‘ (Knútsdrápa 1; s. u. und vgl. Frank 1984, 334-339); Während andere Forscher Sigvatrs Strophe als zweiten Beleg – neben Reginsmál 26 – für das Blutadler-Motiv in der Dichtung betrachten, sieht Frank [ein Edda-Forscher] Sigvatrs Strophe als eines der außerordentlich zahlreichen Beispiele für das Motiv ‚Vogel der Walstatt (Adler, Rabe) zerreißt den gefallenen Krieger mit den Klauen oder dem Schnabel‘, präziser: „der siegreiche Krieger lässt die Vögel der Walstatt die Gefallenen zerreißen“ o. ä. (vgl. Frank 1984, 337-339; Frank 1988; Frank 1990)“ – Klaus von Sees: Edda Kommentar zum Reginsmál (Heidelberg, 2006)
Am Anfang gab es die Menschen und die Natur.
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Walhalla Rising

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15

Samstag, 1. Januar 2011, 10:45

Ach wegen der Brutalität, da waren unsere Altvorderen doch ehh eher leger.
Also ich hab zwar nie davon gehört, aber das ist mal echt eine wahnsinns Hinrichtungsmethode.
Wie kommt man nur auf sowas??
Find ich aber gut, könnte man für Kinderschänder ruhig wieder einführen ;-)
Ruhm und Ehre den alten Göttern.

xdkv

Grünschnabel

  • »xdkv« ist männlich

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16

Samstag, 30. August 2014, 21:54

gefunden bei wikingers.de

m 9. Jahrhundert hatte sich das Christentum in Europa bereits stark
verbreitet. In Skandinavien hingegen wurden immer noch die alten
Nordischen Götter verehrt, so auch von den Wikinger.
Nach einem erfolgreichen Raubzug, Überfall auf eine Siedlung um 865.
nach Christus, fesselt die Besatzung eines Wikingerschiffs einen
Gefangenen auf einen Holzklotz.

Dieser Gefangene soll nun durch ein blutiges Ritual sterben bzw.
geopfert werden (in Europa wurden bis in das 11. Jahrhundert Menschen
geopfert).

Der Mut, ihre Stärke und ihre „Grausamkeit“ macht die Wikinger zu den gefürchtetsten Krieger des Mittelalter.
Die Wikinger verehrten eine Vielzahl von Göttern wie zb. Thor, den Gott
des Donners, Freyr, welche die gefallenen vom Schlachtfeld holte sowie
Odin den obersten Gott des nordischen Parthenons.

Nach den Erzählungen verlangte Odin das Blut von gefangenen als
Opfer. Damit sicherten sich die Wikinger den Beistand Odins in der
Schlacht.

Das Opfern der Gefangenen soll mit Hilfe einer äußert schmerzhaften Technik umgesetzt worden sein, die als „Blutadler
bekannt wurde. Die Gefangenen wurden bei lebendigen Leib gefoltert in
dem der Umriss eines Adlers in den Rücken geschnitten wurde. Um zu
verhindern, dass die Opfer bewußtlos wurden, schüttete man ihnen
Salzwasser in das Gesicht und Wunden. Mehr Schmerzen für das Opfer
bedeutete mehr Unterstützung durch Odin.

Wenn man den alten Überlieferungen und Bildern glauben schenkt, wurde
beim Blutadler zuerst die Wirbelsäule freigelegt. Anschließend wurden
die Rippen auf beiden Seiten der Wirbelsäule durchtrennt und nach außen
bzw. nach oben geklappt was dann die Form von zwei Flügeln hatte. Einige
Quellen berichten davon, dass dazu noch die Lungen herausgezogen wurden
damit diese wie die schwingen eines Adlers aussehen.

Die meisten Experten halten dieses jedoch für wenig glaubhaft bzw. ob
der Blutadler jemals praktiziert wurde denn es ist sehr
unwahrscheinlich das ein Mensch so eine Methode des Foltern überlebt
hätte. Auch kann man die Lungen eines Menschen nicht herausziehen wie in
den alten Quellen berichtet da sich die Lungen auf Tennisball-Größe
zusammenziehen oder zusammenfallen wenn die Wand der Brusthöhle
durchstochen wird, ähnlich wie bei einem Ballon.

Wahrscheinlich ist es eher, dass die Wikinger eine andere Technik für
den Blutadler verwendet haben. Dabei wurde der Trapezmuskel durchtrennt
um so das Schulterblatt freizulegen und anschließend die
Schulterblätter nach außen zu klappen um so die Darstellung der
Adlerschwingen des Blutadlers zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass
ein Opfer dieses einige Minuten überlebt hätte ist sehr hoch. Nach
einem erfolgreichen Raubzug wurden für Odin auf diese Art und Weise
mehrere gefangene Krieger geopfert, glaubt man den Quellen.

Die Wikinger folterten und opferten jedoch mit Hilfe der
verschiedensten Methoden. Sie würgten, erstachen die Opfer und
verbrannten diese.

Rik

Eroberer

  • »Rik« wurde gesperrt

Beiträge: 58

Registrierungsdatum: 29. Juli 2014

Wohnort: Thüringen

Religion: echte Wissenschaft

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17

Samstag, 30. August 2014, 22:28



...
soviel zur Wahrhaftigkeit

Geza

Einzigartig aktiv

  • »Geza« ist männlich

Beiträge: 1 823

Registrierungsdatum: 25. November 2004

Religion: german. Heidentum (Ásatrú)

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18

Sonntag, 31. August 2014, 18:24

Also da stimmt einiges nicht: Wenn man von Hinten die Rippen abtrennt (was recht schwer werden dürfte), dann kann man diese nicht nach Außen (vorne) biegen. Rippen kann man nur schwer ein wenig biegen. Würde man sie also hochbiegen, würden sie auf der Vorderseite die Brust zerdrücken. Und mit den Lungen haut das auch nicht hin.

Vermutlich also war in den Reginsmál etwas anderes mit "Blutaar" gemeint, und in der späteren Sagaliteratur wurde es dann ziemlich ausgeschmückt und dichterisch dramatisiert.

Lichtgruß,
Geza