Wodans Erben - germanisch, heidnisch, religiös

Du bist hier: Infobereich → Nachrichten → Géza von Neményi: Erneute Anfeindungen gegen Wodans Erben e.V.
Nachrichten aus der Heidenwelt

29.06.2008 --- Géza von Neményi: Erneute Anfeindungen gegen Wodans Erben e.V.

Kurz vor Mittsommer 2008 begann Géza von Neményi in einem der vielen Heidenforen im Internet eine Diskussion über die zukünftige Zusammenarbeit der Gruppen (Wodans Erben, Eldaring, VfgH und weitere). Dem liegt ein jahrelanger Kampf zu Grunde, den Géza von Neményi und seine Germanische Glaubens-Gemeinschaft (GGG) gegen andere heidnische Vereine und Gemeinschaften führen, welche Géza von Neményi und seinen Alleinvertretungsanspruch als "Allsherjargoden" (höchsten Priester Deutschlands) nicht anerkennen. Die grundlegende Meinung von Neményi lautete: "Wir müssen den jeweils anderen inhaltlich nicht für richtig halten, aber wir können uns wenigstens gegenseitig akzeptieren und schrittweise zusammenarbeiten, um das Heidentum in der Öffentlichkeit als geschlossen darzustellen."

Da doch alle die GGG schon immer neben sich akzeptiert haben, nur die GGG eben alle anderen nicht, ist diese Meinung von Neményi natürlich von Anfang an ein reines Paradoxon gewesen, lag es doch einzig an ihnen die Streitereien zu beenden. Neményi wird von allen anderen nur nicht als oberster Priester (Gode) anerkannt, weil er sich selbst mit einer kleinen Gruppe von Leuten dazu ernannt hat, ohne das die anderen jemals hätten mitreden dürfen. Neben dem Widerspruch überwog jedoch die Freude über diesen scheinbar ersten Schritt von Neményi, und Ronny Pentzien stieg in Vertretung der offiziellen Meinung des Wodans Erben e.V. in diese Diskussion mit ein.

In Anbetracht der andauernden Anfeindungen gegen den Wodans Erben e.V., mit der allgemeinen Meinung Neményis, die Mitglieder des WE e.V. seien beispielsweise nicht einmal "richtige" Heiden, verlangte Ronny jedoch bei Einstieg in die Diskussion ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt. Für eine fruchtbare Aufnahme der Gespräche sollten die öffentlichen Diskreditierungen seitens der GGG und Géza von Neményis enden. Sehr schnell machte sich dann die Ernüchterung breit, als Neményi diesen gegenseitigen Respekt plötzlich ganz offen ablehnte. Er brachte Herabwürdigungen gegen Wodans Erben und vertrat die Meinung: "Wir müssen uns gar nicht mögen, einfach nur akzeptieren".

Ronny sah dennoch, auch nach Absprache mit einigen anderen Mitgliedern der Gemeinschaft, den guten Willen in den Ausführungen Neményis und führte die Diskussion fort, mit der Hoffnung wenigstens einen kleinen Schritt aufeinander zu zugehen zu können. Getroffen von diesem neuerlichen Nackenschlag wurde das Gespräch jedoch härter geführt und begann in eine Streitdiskussion zu kippen. Gefragt nach dem, wie Neményi sich diese Akzeptanz denn vorstelle, wenn es nicht einmal ein Mindestmaß an Respekt gegenüber dem Wodans Erben e.V. gäbe, antwortete Neményi ganz klar, dass er und die GGG an ihrer Position festhalten und einzig der Wodans Erben e.V. einige Schritte auf sie zumachen müsse.

Es stellte sich heraus, dass der Beginn des Gesprächs scheinheilig war, ging es doch von Anfang an nicht um eine Zusammenarbeit oder Akzeptanz sondern wiedereinmal nur darum, ihn als Allsherjargoden anzuerkennen.

Neményi sagte (sinngemäß wiedergegeben):

Der Wodans Erben e.V. muss ihn als Allsherjargoden anerkennen und sich religiös an seine Richtlinien halten. Tun sie das nicht, werde sich Neményi weiter streiten und ihnen verbieten ihre Religion "Altheidentum" oder sich selbst "Altheiden" zu nennen. Denn: Das Altheidentum sei eine von Neményi gegründete Religion, welche er als Stifter erschaffen habe, und er besitze darauf und auf seine Lehre das "Copyright". Im gleichen Atemzug forderte er, dass die Distanzierung des Wodans Erben e.V. zum Allsherjargodenamt aus der Öffentlichkeit genommen wird und drohte zuletzt sogar rechtliche Schritte an, sollte dies nicht passieren.

Ronny versuchte dann Neményi den Standpunkt des Wodans Erben e.V. klarzumachen und erklärte:
  • Niemand kann einen Anspruch oder sogar ein "Copyright" auf eine Religion erheben. Das Altheidentum ist der Gegensatz zum Neuheidentum. Im Neuheidentum versuchen sich die Heiden durch Erschaffen neuer Rituale und neuer Auslegungen der Mythologien eine neue Religion zu erschaffen, das Altheidentum jedoch ist die rekonstruierte, so weitestgehend möglich originale Religion, wie sie sie unsere Vorfahren lebten. Gleichbedeutend neben dem Begriff Altheidentum steht die Bezeichnung "traditionelles germanisches Heidentum" für diese Religion. Das Altheidentum ist nicht von Neményi erdacht worden, sondern die rekonstruierte Religion unserer Ahnen.

  • Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Entweder es ist die rekonstruierte, ausgearbeitete Religion unserer Ahnen, dann ist es Altheidentum und dann kann darauf niemand ein "Copyright" haben, oder es sind Neményis persönliche Interpretationen, die er vertritt, dann hat er darauf ein Copyright. Dann jedoch ist es eine Art "Gézareligion" und kein Altheidentum.

  • Selbst das Wort "Altheidentum" ist kein neu erschaffener Begriff von Neményi. Schon im Jahre 1895 unterschied Wolfgang Golther in seinem Buch "Handbuch der germanischen Mythologie" im Kapitel 1: "Der Geisterglaube und seine nächsten Ursachen" ganz deutlich den alten Glauben von dem neuheidnischen Glauben bei der Frage, ob man neuheidnische Mythologie (Sagen etc.) als Hilfe zur Ausarbeitung alter heidnischer Religionen hinzuziehen kann. Er nannte die alte Volkssage "altheidnisch" und die Religion "altheidnischen Glauben". Neményis angeblicher Anspruch auf ein so allgemeines Wort ist natürlich so oder so, selbst ohne Golther, mehr als haltlos.

  • Der Wodans Erben e.V. definiert seine Religion eher als "traditionelles germanisches Heidentum" und nicht "Altheidentum". Das wird auch im Leitspruch deutlich: "Wodans Erben e.V. - In neuer Zeit nach alter Sitte, traditionell-heidnische Glaubensgemeinschaft auf germanischem Weg.". Das Wort "Altheidentum" mit seinen wortverwandten Begriffen wird vom Wodans Erben e.V. lediglich ab und zu als Synonym für die lange Bezeichnung "traditionelles germanisches Heidentum" benutzt, da es ein und dasselbe meint. Es ginge also gar nicht darum, dass der Wodans Erben e.V. überall herausposaunen will "Wir sind Altheiden", sondern es geht darum, dass der Wodans Erben e.V. sich auf der anderen Seite aber keinesfalls von Neményi verbieten lässt, diese Bezeichnung auch zu benutzen. Der Wodans Erben e.V. will nicht zwingend sagen "Wir sind Altheiden", aber er lässt sich nicht zwingen sagen zu müssen: "Wir sind keine Altheiden".

  • Neményi sagte weiter, dass Wodans Erben nicht altheidnisch sein kann, da die Gemeinschaft das altheidnische germanische Priestertum ablehnt, welches zum Altheidentum gehört. Auch dazu stellte die Gemeinschaft richtig: Der Wodans Erben e.V. lehnt das germanische Priestertum nicht ab, sondern lehnt lediglich das Priestertum ab, an dem Neményi als alleiniger Oberpriester bundesweit an oberster Stelle stehen möchte. Wodans Erben wird eine eigene gemeinschaftsinterne Priesterschaft aufbauen und geht somit auch in der Priesterfrage den altheidnischen Weg.

  • Solange Neményi als "Allsherjargode aller Altheiden in Deutschland" in die Öffentlichkeit und an Behörden und Ämter tritt und sich nicht auf die Bezeichnung "Allsherjargode der GGG" beschränkt, ist der Wodans Erben e.V. regelrecht dazu gezwungen, die Distanzierung zu seinem Amt öffentlich zu lassen, da sonst alle denken, er spricht auch für den Wodans Erben e.V. und vertritt diesen.
Aufgebracht von diesen Argumenten, begann Neményi eine heftige Diskussion unter der Gürtellinie. "Ronny sei lediglich ein Klempner, der einen Verein gegründet hat und sei nicht befugt Priester einzusetzen". Dies sei nur eine beispielhaft genannte von vielen Beleidigungen, Herabwürdigungen und Diffamierungen. Zu diesem Zeitpunkt legten die Mitglieder der Gemeinschaft diesbezüglich fest, dass Beleidigungen und Diffamierungen gegen einzelne Mitglieder keinesfalls geduldet werden und der Wodans Erben e.V. geschlossen hinter jedem seiner Mitglieder steht. Als sich auch weitere Vorstandsmitglieder des Wodans Erben e.V. in diese Diskussion einmischten, wurden diese mit üblen Beleidigungen und Lügen Neményis bombadiert, die bis hin in den privaten Bereich der Familie drangen, gerade eben so, wie es Ronny damals nach Austritt aus der GGG erging. Nachdem der Vorstand des Wodans Erben e.V. sich wieder zurückgezogen hatte, beendete Ronny die Diskussion mit den Worten:

"Lügen und Diffamierungen und das wäre nicht das schlimmste. Das allerschlimmste sind diese Herabwürdigungen. Nicht nur gegen mich, sondern auch gegen alle anderen! Eines lass Dir sagen Geza: Die Würde und die Ehre anderer Menschen kann nur der versuchen herabzusetzen, der selbst keine Würde (als Wesensmerkmal) oder Ehre besitzt!

Bisher habe ich immer gesagt, dass ich Dich nicht als Allsherjargoden anerkenne, aber als Goden. Nach diesem Thema habe ich meine Meinung geändert. Du bist nicht nur kein Allsherjargode, für mich bist Du nichtmal Gode. Ich denke darüber nach ein Opfer abzuhalten und mich bei den Göttern dafür zu entschuldigen, dass ich mit Dir zusammen schonmal ein Blót gefeiert habe. Neben Deinem lediglich angelesenen Wissen meiner Ahnen, welches Du für Macht missbrauchst, hast Du nichtmal die geringste Qualifikation, die Dich zu einem Goden machen könnte: Goden sind gute Menschen."

Traurig und getroffen von diesen Begebenheiten, musste der Wodans Erben e.V. feststellen: Frieden ist mit diesem Menschen auch weiterhin nicht möglich.

Autor: Wodans Erben e.V., nach gemeinsamer Erstellung und Gemeinschaftsbeschluss.